Kras · Marktgemeinde Seeboden

Unser Ort.
Unsere Zukunft.

Im Ortsteil Kras ist eine große Siedlungserweiterung im Gespräch. Eine große Veränderung in einem kleinen Ort. Wald getauscht gegen Beton. Reduzierung einer natürlichen Klimaanlage im Zeitpunkt steigender Temperaturen.

Gemeinsam für Kras Mit meinem Namen für den Erhalt des Waldes aussprechen →

Wald. Natur. Abkühlung. Ruhe.
Was wollen wir bewahren?

Eine Veränderung, die den ganzen Ortsteil betrifft.

Nach den bisher bekannten Informationen sollen im Bereich Kras Grün- und Waldflächen für eine große Siedlungserweiterung vorgesehen werden. Im Raum stehen zahlreiche neue Wohneinheiten.

Es geht dabei nicht nur um einzelne Grundstücke. Eine solche Entwicklung kann Verkehr, Wasserhaushalt, Natur, Landschaftsbild und die Lebensqualität im gesamten Ortsteil beeinflussen.

Wir sind nicht gegen Entwicklung oder leistbares Wohnen.

Aber Entwicklung muss bewahren, was Kras lebenswert macht:

  • kühle Rückzugsorte in Zeiten steigender Temperaturen,
  • eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder,
  • ein natürlich gewachsenes Erholungsgebiet
  • und Ruhe in einer zunehmend unruhigen Welt.

Was das Gutachten konkret zeigt

Nicht ein paar Häuser.
Ein neuer Siedlungsteil.

Das raumordnungsfachliche Gutachten für Kras beschreibt eine Einfamilienhausanlage auf einem rund fünf Hektar großen Areal. Ein Gestaltungskonzept zeigt Straßen, Bauparzellen und einen Dorfplatz – unmittelbar anschließend an den bestehenden Ort.

ca. 5 haProjektflächeetwa 50.000 m²
≈ 45Bauparzellenlaut Bebauungskonzept
3AnbindungenNord, Mitte und Süd
überwiegendnegative Umweltwirkungenlaut Ortsentwicklungskonzept Seeboden

50.000 m² verständlich gemacht

Das entspricht ungefähr sieben Fußballfeldern.

Abbildung 2 aus dem Gutachten: Luftbild der derzeit bewaldeten Projektfläche, rot umrandet
So sieht die Fläche derzeit aus. Abbildung 2 stellt den derzeitigen Stand dar: Die rot umrandete Projektfläche ist heute überwiegend mit Jungwald und Stauden bewachsen.Abbildung 2 aus dem raumordnungsfachlichen Gutachten: „Die betroffenen Parzellen am Luftbild“, Quelle KAGIS. Stand des Gutachtens: 3. Juli 2023.
Abbildung 9 aus dem Gutachten: Gestaltungskonzept mit ungefähr 45 Bauparzellen, Straßen, Fußweg und Dorfplatz
Die Dimension wird auf einen Blick sichtbar. Wie Abbildung 9 zeigt, würde sich der Ortsteil Kras durch den neuen Siedlungsteil in seiner bebauten Ausdehnung nahezu verdoppeln.Gestaltungskonzept aus dem raumordnungsfachlichen Gutachten, Stand 3. Juli 2023. Die Darstellung ist ein Konzept und kein fertiger Bauplan.

Was heute entschieden wird,
prägt Kras für Generationen.

Viele Auswirkungen sind noch nicht ausreichend erklärt. Darum möchten wir genauer hinsehen.

01

Wald & Fläche

Gerade bei steigenden Temperaturen ist Wald ein wertvoller natürlicher Kühlraum. Dennoch beansprucht das Projekt eine große, heute überwiegend bewaldete Fläche. Nicht nachvollziehbar dargelegt ist, welche Baulandreserven und Alternativen zuvor geprüft wurden.

02

Wasser & Boden

Hitzeperioden und Trockenheit erhöhen den Druck auf Wasserreserven und Böden. Ungeklärt bleibt, wie sich Rodung und Versiegelung auf Trinkwasser, Oberflächenwasser, die Aufnahmefähigkeit des Bodens und mögliche Hangrisiken auswirken.

03

Verkehr & Lärm

Der Umweltbericht erwartet erhöhtes Verkehrsaufkommen und bewertet Verkehr, Lärm und Emissionen negativ. Geplant sind drei Anbindungen an das bestehende Wegenetz.

04

Landschaftsbild

Auch Flächenverbrauch und Landschaftsbild werden im Umweltbericht negativ bewertet. Die Kritik: Warum überwiegen dennoch die öffentlichen Interessen?

Was im OEK-Umweltbericht steht

Wohn- & Lebensqualitätneutral
Verkehr, Lärm & Emissionennegativ
Flächenverbrauchnegativ
Landschaftsbildnegativ
Quelle: Umweltbericht zum ÖEK, Abschnitt 2.4.3 „Kras“. Der Bericht hält das Vorhaben dennoch aufgrund überwiegender öffentlicher Interessen für raumplanerisch vertretbar.

Information & Mitsprache

Wer wird hier eigentlich gehört?

Zu wenig Information

Ein Projekt dieser Größenordnung braucht frühzeitige, vollständige und verständliche Information. Doch zentrale Fragen zu Wasser, Verkehr, Natur, Kosten und Alternativen sind für die Bevölkerung weiterhin nicht nachvollziehbar beantwortet. Viele Unterlagen mussten erst mühsam zusammengesucht und ausgewertet werden.

Die falschen Prioritäten?

Es entsteht der Eindruck, dass die Interessen möglicher künftiger Bewohner:innen stärker gewichtet werden als jene der Menschen, die bereits in Kras leben und die Folgen dauerhaft tragen würden. Wer heute hier wohnt, muss gehört werden – bevor über die Zukunft des Ortes entschieden wird.

Ein Wald ist niemals leer

Wer verliert seinen Lebensraum?

Wald ist nicht bloß eine unbebaute Fläche. Er bietet Nahrung, Schutz, Brutplätze und Rückzugsräume. Wird ein zusammenhängender Lebensraum gerodet und durch Häuser, Straßen, Licht und Verkehr ersetzt, verändert sich auch das Leben der Tiere.

In Kärntens Wäldern leben unter anderem Rehe, Hirsche, Uhus, Hasen, Füchse und Eichhörnchen. Welche Arten die betroffene Fläche in Kras tatsächlich nutzen, zu welchen Zeiten sie dort vorkommen und welche Folgen das Projekt für ihre Rückzugs- und Wanderwege hätte, muss nachvollziehbar untersucht und offengelegt werden.

Illustration eines Kärntner Waldes mit Uhu, Fuchs, Hase, Reh, Hirsch und Eichhörnchen

Unsere klare Haltung

Kein Wald darf verloren gehen.

Wo Wald gerodet wird, verlieren Tiere Nahrung, Schutz und Rückzugsräume. Dieser Lebensraum lässt sich nicht durch Straßen, Gärten oder einzelne neu gepflanzte Bäume ersetzen. Wer den Wald erhält, schützt deshalb auch die Tiere, die in ihm und von ihm leben.

Schöne Ziele.
Ein anderer Plan.

Das Ortsentwicklungskonzept formuliert wichtige Ziele für Seeboden. In Kras scheint die konkrete Planung diesen Zielen jedoch gleich mehrfach entgegenzulaufen.

OEK-Ziel

„Innen- vor Außenentwicklung“

Plan für Kras

Statt vorhandene Baulandreserven zuerst sichtbar zu prüfen und zu nutzen, soll am Waldrand ein rund fünf Hektar großer neuer Siedlungsteil entstehen.

OEK-Ziel

Waldränder, Grünräume und Landschaftsbild schützen

Plan für Kras

Wald- und Grünfläche soll Bauland werden. Der Umweltbericht bewertet Flächenverbrauch und Landschaftsbild selbst als negativ.

OEK-Ziel

Wasseraufnahmefähigkeit der Böden erhalten

Plan für Kras

Neue Häuser und Straßen versiegeln Boden. Gleichzeitig bleiben Fragen zu Oberflächenwasser, Trinkwasserreserven und Starkregen offen.

OEK-Ziel

Lärm und Verkehrsbelastung reduzieren

Plan für Kras

Das Gutachten plant drei neue Anbindungen. Der Umweltbericht erwartet mehr Verkehr und bewertet Verkehr, Lärm und Emissionen negativ.

OEK-Ziel

Mit Neuwidmungen restriktiv umgehen

Plan für Kras

Für ein einziges Projekt steht eine zusammenhängende Fläche von ungefähr 50.000 bis 60.000 m² im Raum.

Quelle: Örtliches Entwicklungskonzept Seeboden und Umweltbericht · PDF herunterladen ↓

Unsere klare Haltung

Kein Wald gegen Beton. Kras darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg verändert werden.

  • Planung stoppenKeine weiteren Schritte und keine Umwidmung, solange die offenen Widersprüche und Auswirkungen nicht nachvollziehbar geklärt sind.
  • Wald erhaltenDie zusammenhängende Grün- und Waldfläche in Kras muss als Kühlraum, Wasserspeicher und Erholungsgebiet erhalten bleiben.
  • Alternativen zuerstBestehende Baulandreserven, Leerstände und Möglichkeiten innerhalb der heutigen Siedlungsgrenzen müssen zuerst geprüft und genutzt werden.
  • Alles offenlegenGutachten, Interessen, Kosten und Entscheidungsgrundlagen gehören vollständig auf den Tisch – bevor Entscheidungen fallen.
  • Bevölkerung entscheiden lassenEin Projekt dieser Größenordnung braucht eine echte, frühzeitige Beteiligung der Menschen in Kras.

Der aktuelle Stand

Vieles ist offen.
Unser Ziel ist klar.

Das Projekt in Kras soll verhindert und die Wald- und Grünfläche erhalten werden.

01
Ein neues ÖEK ist geplant

Die Marktgemeinde Seeboden beabsichtigt, ein neues Ortsentwicklungskonzept zu beschließen. Der Anfang 2025 veröffentlichte Entwurf bildet dafür die Grundlage.

02
Stellungnahme wurde eingebracht

Gegen diesen Entwurf wurde fristgerecht eine ausführliche Stellungnahme eingebracht. Sie zeigt Widersprüche auf und kritisiert insbesondere die geplante Siedlungserweiterung in Kras.

03
Was geschah danach?

Das ist öffentlich nicht nachvollziehbar. Es ist nicht bekannt, ob und wie die Einwände behandelt wurden, ob der Entwurf überarbeitet wurde oder wann eine Beschlussfassung vorgesehen ist.

04
Unser Ziel

Wir wollen verhindern, dass für dieses Projekt Wald- und Grünflächen in Bauland umgewandelt werden. Dafür braucht es Information, Öffentlichkeit und entschlossenen Widerspruch.

Informationsstand: August 2026. Auf der Website der Marktgemeinde ist weiterhin der ÖEK-Entwurf aus dem Jahr 2025 abrufbar; eine öffentlich auffindbare überarbeitete Fassung oder Beschlusskundmachung konnte nicht festgestellt werden.

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