Kras · Marktgemeinde Seeboden
Unser Ort.
Unsere Zukunft.
Im Ortsteil Kras ist eine große Siedlungserweiterung im Gespräch. Eine große Veränderung in einem kleinen Ort. Wald getauscht gegen Beton. Reduzierung einer natürlichen Klimaanlage im Zeitpunkt steigender Temperaturen.
Gemeinsam für Kras Mit meinem Namen für den Erhalt des Waldes aussprechen →Wald. Natur. Abkühlung. Ruhe.
Was wollen wir bewahren?
Eine Veränderung, die den ganzen Ortsteil betrifft.
Nach den bisher bekannten Informationen sollen im Bereich Kras Grün- und Waldflächen für eine große Siedlungserweiterung vorgesehen werden. Im Raum stehen zahlreiche neue Wohneinheiten.
Es geht dabei nicht nur um einzelne Grundstücke. Eine solche Entwicklung kann Verkehr, Wasserhaushalt, Natur, Landschaftsbild und die Lebensqualität im gesamten Ortsteil beeinflussen.
Aber Entwicklung muss bewahren, was Kras lebenswert macht:
- kühle Rückzugsorte in Zeiten steigender Temperaturen,
- eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder,
- ein natürlich gewachsenes Erholungsgebiet
- und Ruhe in einer zunehmend unruhigen Welt.
Was das Gutachten konkret zeigt
Nicht ein paar Häuser.
Ein neuer Siedlungsteil.
Das raumordnungsfachliche Gutachten für Kras beschreibt eine Einfamilienhausanlage auf einem rund fünf Hektar großen Areal. Ein Gestaltungskonzept zeigt Straßen, Bauparzellen und einen Dorfplatz – unmittelbar anschließend an den bestehenden Ort.
50.000 m² verständlich gemacht
Das entspricht ungefähr sieben Fußballfeldern.
Was heute entschieden wird,
prägt Kras für Generationen.
Viele Auswirkungen sind noch nicht ausreichend erklärt. Darum möchten wir genauer hinsehen.
Wald & Fläche
Gerade bei steigenden Temperaturen ist Wald ein wertvoller natürlicher Kühlraum. Dennoch beansprucht das Projekt eine große, heute überwiegend bewaldete Fläche. Nicht nachvollziehbar dargelegt ist, welche Baulandreserven und Alternativen zuvor geprüft wurden.
Wasser & Boden
Hitzeperioden und Trockenheit erhöhen den Druck auf Wasserreserven und Böden. Ungeklärt bleibt, wie sich Rodung und Versiegelung auf Trinkwasser, Oberflächenwasser, die Aufnahmefähigkeit des Bodens und mögliche Hangrisiken auswirken.
Verkehr & Lärm
Der Umweltbericht erwartet erhöhtes Verkehrsaufkommen und bewertet Verkehr, Lärm und Emissionen negativ. Geplant sind drei Anbindungen an das bestehende Wegenetz.
Landschaftsbild
Auch Flächenverbrauch und Landschaftsbild werden im Umweltbericht negativ bewertet. Die Kritik: Warum überwiegen dennoch die öffentlichen Interessen?
Was im OEK-Umweltbericht steht
Information & Mitsprache
Wer wird hier eigentlich gehört?
Ein Projekt dieser Größenordnung braucht frühzeitige, vollständige und verständliche Information. Doch zentrale Fragen zu Wasser, Verkehr, Natur, Kosten und Alternativen sind für die Bevölkerung weiterhin nicht nachvollziehbar beantwortet. Viele Unterlagen mussten erst mühsam zusammengesucht und ausgewertet werden.
Es entsteht der Eindruck, dass die Interessen möglicher künftiger Bewohner:innen stärker gewichtet werden als jene der Menschen, die bereits in Kras leben und die Folgen dauerhaft tragen würden. Wer heute hier wohnt, muss gehört werden – bevor über die Zukunft des Ortes entschieden wird.
Ein Wald ist niemals leer
Wer verliert seinen Lebensraum?
Wald ist nicht bloß eine unbebaute Fläche. Er bietet Nahrung, Schutz, Brutplätze und Rückzugsräume. Wird ein zusammenhängender Lebensraum gerodet und durch Häuser, Straßen, Licht und Verkehr ersetzt, verändert sich auch das Leben der Tiere.
In Kärntens Wäldern leben unter anderem Rehe, Hirsche, Uhus, Hasen, Füchse und Eichhörnchen. Welche Arten die betroffene Fläche in Kras tatsächlich nutzen, zu welchen Zeiten sie dort vorkommen und welche Folgen das Projekt für ihre Rückzugs- und Wanderwege hätte, muss nachvollziehbar untersucht und offengelegt werden.
Unsere klare Haltung
Kein Wald darf verloren gehen.
Wo Wald gerodet wird, verlieren Tiere Nahrung, Schutz und Rückzugsräume. Dieser Lebensraum lässt sich nicht durch Straßen, Gärten oder einzelne neu gepflanzte Bäume ersetzen. Wer den Wald erhält, schützt deshalb auch die Tiere, die in ihm und von ihm leben.
Schöne Ziele.
Ein anderer Plan.
Das Ortsentwicklungskonzept formuliert wichtige Ziele für Seeboden. In Kras scheint die konkrete Planung diesen Zielen jedoch gleich mehrfach entgegenzulaufen.
„Innen- vor Außenentwicklung“
Statt vorhandene Baulandreserven zuerst sichtbar zu prüfen und zu nutzen, soll am Waldrand ein rund fünf Hektar großer neuer Siedlungsteil entstehen.
Waldränder, Grünräume und Landschaftsbild schützen
Wald- und Grünfläche soll Bauland werden. Der Umweltbericht bewertet Flächenverbrauch und Landschaftsbild selbst als negativ.
Wasseraufnahmefähigkeit der Böden erhalten
Neue Häuser und Straßen versiegeln Boden. Gleichzeitig bleiben Fragen zu Oberflächenwasser, Trinkwasserreserven und Starkregen offen.
Lärm und Verkehrsbelastung reduzieren
Das Gutachten plant drei neue Anbindungen. Der Umweltbericht erwartet mehr Verkehr und bewertet Verkehr, Lärm und Emissionen negativ.
Mit Neuwidmungen restriktiv umgehen
Für ein einziges Projekt steht eine zusammenhängende Fläche von ungefähr 50.000 bis 60.000 m² im Raum.
Unsere klare Haltung
Kein Wald gegen Beton. Kras darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg verändert werden.
- Planung stoppenKeine weiteren Schritte und keine Umwidmung, solange die offenen Widersprüche und Auswirkungen nicht nachvollziehbar geklärt sind.
- Wald erhaltenDie zusammenhängende Grün- und Waldfläche in Kras muss als Kühlraum, Wasserspeicher und Erholungsgebiet erhalten bleiben.
- Alternativen zuerstBestehende Baulandreserven, Leerstände und Möglichkeiten innerhalb der heutigen Siedlungsgrenzen müssen zuerst geprüft und genutzt werden.
- Alles offenlegenGutachten, Interessen, Kosten und Entscheidungsgrundlagen gehören vollständig auf den Tisch – bevor Entscheidungen fallen.
- Bevölkerung entscheiden lassenEin Projekt dieser Größenordnung braucht eine echte, frühzeitige Beteiligung der Menschen in Kras.
Informiert bleiben
Kras betrifft uns alle.
Teilen wir Informationen, stellen wir Fragen und reden wir miteinander – ruhig, respektvoll und sachlich.